Nach fast einem Monat in Indonesien waren wir nun froh wieder mal grundsaetzliche, heimataehnliche Strukturen vorzufinden. Singapur praesentierte sich als ueberaus saubere, gut organisierte Weltstadt mit einem Mix aus verschiedenen Kulturen und Religionen. Der wirtschaftliche Erfolg ist den Menschen foermlich anzusehen. An allen Ecken und Enden werden neue, oft gigantische Bauwerke errichtet. Deutsche Autos erfreuen sich grosser Beliebtheit und nicht zu Letzt ist Singapur die Shoppinghauptstadt Suedostasiens. Von Armani bis ZARA kommt hier modemaessig jeder voll auf seine Kosten. Da bei uns ja Sparflamme angesagt ist, galt immer das Motto "Nur Kucken, nicht anfassen!". Aber selbst fuer unser Budget gibt es den ein oder anderen Kleidermarkt mit vielen kleinen billigen Staenden. Dort hab ich mich gleich mal mit ein paar neuen Flip Flops ein gedeckt, um die kaputten Adiletten auszutauschen.
Die Zeit fuer Singapur war mit zwei Tagen aeusserst knapp kalkuliert aber in unseren Augen durchaus angebracht. Die meisten Wege gingen wir zu Fuss und klapperten eine Sehenswuerdigkeit nach der anderen ab. Von Little India bis Downtown und von Little China bis zum Colonial District. Dann noch einen Abstecher zum botanischen Garten, kurz ins Red Dot Design Museum, die Orchard Road entlang geschlendert vorbei an unzaehligen Boutiquen und Modehaeusern und schlussendlich mit den Rucksaecken zur nahe gelegenen Bushaltestelle. Das war dann also Singapur. Eigentlich ganz schoen und sehr billiges, gutes Essen. Noch kurz eine Kleinigkeit zum Thema Essen. In der Mittagspause laeuft das in Downtown etwa so ab. Alle Arbeiter stuermen etwa zeitgleich aus ihren Bueros und besetzen dann die Essenssitzplaetze mit ihren Stofftaschentuechern waehrend sie sich dann an der Theke anstellen. Aehnlich wie in Mallorca die Liegen am Strand. Keiner da, aber alles voll. Das nur so am Rande fuer einen der evtl. ein paar Stofftaschentuecher braucht. Man koennte sich natuerlich auch den Spass erlauben waehrend der Abwesenheit etwas umzusortieren...
Naja wir erwarteten ja nun Besuch aus Rom und hatten versprochen Serena vom Flughafen in Kuala Lumpur abzuholen. Unser Nachtbus brachte uns, diesmal uebrigens sehr komfortabel und sogar mit Schlafsitzen und Fusslehnen, puenktlich nach KL und so lief auch alles reibungslos ab. Zusammen mit Serena chackten wir im Hotel ein und machten uns auf in die Stadt. Auch hier gibt es mehrere grosse Shoppingmalls und natuerlich die Petronas Towers zu besichtigen. Wir verpassten leider den Zugang zur Skybridge aber immerhin waren wir dort. Dann noch zum KL Tower. Fuer uns hat das schon gelangt und es sollte ja auch nur als Lueckenfueller bis zum Abend dienen, an dem wir dann auch schliesslich Sebastian aus Bali erwarteten.
Am darauf folgenden Tag war jedoch mit meinem Bruder wenig anzufangen, da er gesundheitlich nicht ganz auf der Hoehe war. Wir nutzten den Tag als Pause und schlenderten ohne grosses Ziel in der Naehe unseres Hotels herum. Sebastian hatte sich schnell wieder erholt und deshalb konnten wir bereits einen Tag spaeter unsere gemeinsame Reise nach Sumatra wie geplant antreten.
Ein Flug nach Medan und eine anschliessende, drei stuendige Taxifahrt brachten uns zu unserem Ziel "Bukit Lawang" am Rande des Gunung Leuser Nationalparks, mitten im nirgendwo. Eine klapprige Haengebruecke fuehrte uns ueber den Fluss und direkt in unsere Eco Lodge. Die Bungalows waren recht einfach aber durchaus in Ordnung, dafuer war die Lage aber phantastisch. Direkt am Ufer eines klaren Flusses und im Ruecken den Nationalpark. Morgens sprangen Affen in den Baeumen um unsere Bungalows herum und auch beim Fruehstueck waren sie manchmal zum greifen nahe.
Es hatte uns natuerlich aus einem guten Grund hierher verschlagen. Der Gunung Leuser Nationalpark gehoert zu einem der letzten, wenigen Orte dieser Welt an dem man freie, wilde Orang Utans beobachten kann. Wir besichtigten also nur noch schnell eine Fledermaushoehle, um uns zu akklimatisieren und dann brachen wir auch schon zusammen mit einem erfahrenen Fuehrer fuer eine zwei Tagestour mitten in den Jungel auf. Der Regenwald war sehr dicht und die Wege nur schwer begehbar. Doch nach knapp zwei Stunden trafen wir bereits auf unsere ersten Orang Utans. Zwei Muttertiere mit je einem Kind. Fuettern ist eigentlich verboten aber jeder Guide hat immer ein paar Bananen dabei, falls ein Tier aggressiv wird oder man eine Art Waehrung benoetigt, um im Gegenzug dazu von den Tieren erbeutetes Diebesgut zurueckzutauschen. Wenn auch ungelogen, sind dass jedoch nur die offiziellen Gruende. In Wirklichkeit wird jedoch immer gefuettert um die Tiere anzulocken. Andererseits muss man sagen, dass viele der Tiere aus der Renaturierungsstation kommen und den Umgang mit Menschen bereits gewohnt sind. Eine Nahrungsspende kommt da natuerlich nicht ungelegen, vor allem wenn noch ein Kind ernaehrt werden muss. Durch die Bananen kommen die Tiere dann natuerlich sehr nahe und sind auch sehr friedlich. Nur in einem Fall waren die Futtergaben notwendig, um feindseliges Verhalten zu vermeiden. Es kommt schon mal vor, dass ein Orang Utan einen Menschen festhaelt oder sogar beisst um Nahrung zu erpressen. In jedem Fall ist ein ausgewachsenes Tier im Schnitt vier mal staerker als ein erwachsener Mann und dann sollte man lieber noch eine Banane uebrig haben.
Auf unserem weiteren Weg begegneten uns noch andere Affenarten und noch ein Muttertier mit Kind. Dann ging es einen kleinen Wasserfall herunter und mit einer Art manuellen Seilbahn einzeln ueber den Fluss. Schliesslich kamen wir an unserem Nachtlager an. Am naechsten Morgen wollten mein Bruder und ich noch etwas weiter in den Jungel vorstossen, waehrend Serena und Sonja lieber im Fluss badeten und auf unsere Rueckkehr warteten. Der Weg am zweiten Tag, der den Namen Weg eigentlich nicht mehr verdiente, fuehrte uns einen Berg hinauf. Oben angekommen fanden wir eine Art riesiges Nest mitten auf dem Boden. Unser Fuehrer zusammen mit seinen zwei Helfern war sich auch nicht ganz sicher, was genau wir dort gefunden hatten. Auf alle Faelle war es frisch und gross. Ein Orang Utan baut normalerweise keine Nester am Boden und dann bleibt eigentlich nur ein Baer oder ein Tiger uebrig. Naja die Fusspuren waren auch nicht sonderlich aufschlussreich. Gesehen haben wir weder den Einen noch den Anderen. Weiter gings dann erst mal bergab und durch den feuchten Boden artete der Trip in eine Rutschpartie aus. Das letzte Stueck fuehrte uns durch den Fluss und entlang seiner Ufer bis zu unserer Schlafstaette wo auch schon Serena und Sonja warteten.
Wir entschlossen den Rueckweg ins Dorf etwas einfacher zu gestalten und so rafteten wir mit einem Boot, zusammengebunden aus Gummireifen, den Fluss etwa eine Stunde bis zur Eco Lodge hinunter. Mitten im Jungel von Sumatra in einem glasklaren Fluss umgeben von ueppig bewachsenen Bergen. Ein erstklassiges Erlebnis.
Wieder zurueck in der Eco Lodge besichtigten wir den eigenen Obst- und Gemuesegarten, die Gummi und Palmenoel Plantagen und einen nahe gelegenen Markt. Dann statteten wir dem dorfeigenen Schlangenfaenger einen Besuch ab, der uns gleich stolz seine Faenge praesentierte. Der Umgang, selbst mit der sehr giftigen Mondschlange war fuer ihn eher ein Spiel. Gebissen wurde er natuerlich schon oeffter, unter anderem von einer Kobra die eine grosse Narbe auf seinem rechten Arm hinterlassen hat. Er erklaerte uns alles was wir wissen wollten und zeigte uns noch ein paar andere Tiere in seinem Garten.
Wir hatten hier alles mitgenommen was es zu sehen gab und so ging es am naechsten Tag zurueck nach Medan und mit dem Flugzeug weiter nach Penang, einer Insel vor der Ostkueste Malaysias. Penang war fuer uns nur das Sprungbrett auf dem Weg weiter nach Langkawi, einer etwas kleineren und schoeneren Insel direkt an der Grenze zu Thailand. Dort verbrachten wir nun zusammen mit unseren beiden Gaesten die letzten gemeinsamen Tage. Mit einem Mietwagen erkundeten wir die Insel, besuchten den bekanntesten Strand und kuehlten uns in den Becken eines Wasserfalls etwas ab. Wir unternahmen noch einen Schnorcheltrip zur nahe gelegenen Insel Pulau Payar. Spektakulaer waren vor allem die vielen Schwarzspitzenriffhaie die zwischen uns im knietiefen Wasser ihre Bahnen zogen. Dann mussten wir uns wiedermal verabschieden und auch diesmal viel es sehr schwer. Die Zeit war vergangen wie im Flug und trotzdem hatten wir so viele tolle Dinge gemeinsam erlebt. Serena und Sebastian flogen wieder zurueck nach KL und fuer Sonja und mich beginnt jetzt die letzte Etappe durch Thailand, Kambodscha, Vietnam und Laos wiedermal in Zweisamkeit...
Sonntag, 7. Februar 2010
Dienstag, 26. Januar 2010
Indonesien - Komodo und Bali Teil 2
Um von den Gili Islands nach Komodo zu gelangen hat man die Qual der Wahl zwischen einem vier taegigen Bootstrip mit allem was dazu gehoert und einer angeblich 30 stuendigen Busfahrt mit zwischenzeitlichen Faehrfahrten. Nach laengerem hin und her haben wir uns dann fuer die Bustour entschieden, die sich erst einige Tage spaeter als die bessere Wahl herausstellte. Trotzdem kann ich diese Bustour nicht empfehlen. Unser Bus war in sehr schlechtem Zustand, die versprochene Klimaanlage war ausser Betrieb und die Bustoilette war verschlossen. Zwischen den Sitzbaenken wurde noch allerlei Gemuese und Fruechte transportiert, die einen suesslichen Gestank und allerlei Insekten bis hin zu Kakerlaken verbreiteten. Mit diesem Gefaehrt starteten wir mitten in Lombok, setzten mit der Faehre ueber nach Sumbawa und durchquerten in einer schlaflosen Nacht etwa drei viertel dieser lang gezogenen Insel. Ein Minibus brachte uns nach einer mehrstuendigen, unvorhergesehenen Pause schliesslich zur Faehre, mit dem Ziel Labuan Bajo, einem Fischerdorf auf der Insel Flores. Waehrend der acht stuendigen Ueberfahrt kommt man bereits an der Insel Komodo vorbei die etwa auf halben Weg zwischen Sumbawa und Flores liegt. Das kleine, unterentwickelte Staedtchen Labuan Bajo ist das Tor zum Komodo Nationalpark, der eine Vielzahl meist unbewohnter Inseln umfasst und hauptsaechlich durch die dort heimischen Komodowarane bekannt ist. Auch fuer uns waren diese Tiere der Grund die Strapazen der langen Reise auf uns zu nehmen und hier her zu kommen.
Schon fuer den naechsten Morgen hatten wir ein Boot organisiert, dass uns zusammen mit drei weiteren busgeplagten Travellern nach Rinca, der naechst gelegenen Insel mit der groessten Population an Komodowaranen, bringen sollte. Trotz der Reservierung war die ganze Sache sehr unsicher, da bereits am Vorabend eine offizielle Sturmwarnung raus gegeben wurde, die fuer ueber eine Woche gelten sollte. Deswegen waren wir umso erfreuter, dass unser Trip nach Rinca planmaessig starten konnte. Das Wetter lies uns nicht haengen und so konnten wir uns auf der Insel alle Zeit der Welt nehmen und waehrend einer zweistuendigen, gefuehrten Wanderung die Tierwelt des Komodo Nationalparks erkunden. Dabei begegneten uns natuerlich viele der bis zu drei Meter lange Komodowarane, die hier Haustuer an Haustuer mit den wenigen Bewohnern eines kleinen Dorfes leben. Dabei kommt es immer wieder zu lebensbedrohlichen Zwischenfaellen die oeffter toedlich enden. Deshalb ist Vorsicht geboten. Die Tiere wirken meist uninteressiert und traege, koennen aber auf kurze Distanz sehr schnell werden und mehrere Meter weit springen. Unser Guide hatte ein sehr gutes Auge fuer diese Tiere und rein zur Vorsicht einen laengeren Stab zur Verteidigung dabei. Auf dem Weg durch Wald und Wiesen begegneten uns ausserdem Affen und sogar Wasserbueffel die beide gleichermassen auf der Nahrungsliste der Komodowarane stehen. Im Falle des Bueffels, beisst der Komodowaran einfach zu und verfolgt das gebissene Tier ueber mehrere Tage, bis der gefaehrliche Bakterienmix, der beim Biss uebertragen wurde, den Bueffel dahin gerafft hat. Der Affe hingegen wird gleich gefressen. Auf dem Weg zurueck zum Boot hab ich noch eine kleine schlafende Schlange in einem Baum entdeckt.
Waehrend der Rueckfahrt wurden die Wellen bereits etwas hoeher und wir legten vor einer Insel zum Schnorchel an. Nach ueber drei Jahren Suche in fast allen Meeren dieser Welt habe ich dort meinen ersten echten Steinfisch gefunden. Juhu!! Im knietiefen Wasser habe ich ihn sofort erspaeht. Ganz stolz praesentierte ich die Bilder auf unserem Boot die bei den anderen jedoch keine uebermaessige Begeisterung ausloesten. Naja mich hats auf alle Faelle gefreut und zumindest der Tauchguide in einem der Tauchbasen, dem ich meine Bilder ebenfalls zeigte, teilte meine Begeisterung.
Als wir wieder in Labuan Bajo ankamen hatten sich bereits schwere Wolken gebildet. Noch am selben Abend begann es wie aus Eimern zu regnen.Wir versuchten fuer die naechsten Tage einen Tauchgang zu organisieren aber auf Grund des anhaltend schlechten Wetters war das nicht moeglich. Kein Boot durfte mehr den Hafen verlassen und auch die Boote von den Gilis mussten ihre Reisen abbrechen. Gut, dass wir den Bus genommen hatten und es gerade noch rechtzeitig geschafft haben die Warane zu besichtigen. Trotzdem war das mit dem Tauchen fuer uns sehr schade. Wir wollten hier nicht mehr Zeit als unbedingt noetig verbringen und deshalb verliessen wir Flores bereits am dritten Morgen wieder und zwar diesmal mit dem Flugzeug zurueck nach Bali.
Wieder in Bali angekommen sollte es eigentlich gleich weiter nach Singapur gehn, wenn mir da nicht in meinem E-Mail Postfach eine Nachricht von meinem Bruder Sebastian aufgefallen waere, der bereits in Bali gelandet war und in Sanur in einem Hotel ein einwoechiges Seminar besuchte. Wir hatten noch ein paar Tage Spielraum und so beschlossen wir nochmal drei Tage Bali zwischen zuschieben. Mein Bruder viel aus allen Wolken als wir ploetzlich an seiner Zimmertuer klopften. Die darauf folgenden Tage hatte er viel Arbeit mit seinem Seminar aber trotzdem konnten wir jeden Abend mehrere Stunden gemeinsam verbringen. Dabei liesen wir uns den traditionellen Tanz der Balineser natuerlich nicht entgehn. Kulinarisch verwoehnten wir uns auf dem Sanur Nacht Markt, der allerlei, ueberwiegend frittierte Leckereien zu bieten hatte.
Nun holten wir auch die entgangenen Komodotauchgaenge nach und zwar am Manta Point vor Lembogan Island, etwa eine Bootsstunde vor der Kueste von Sanur. Das Wetter passte, die Wellen waren okay und die Mantas waren zahlreich und riesig. Auf gerade mal zehn Meter tiefe waren wir zeitweise von bis zu zehn der ueber vier Meter breiten Tieren umgeben. Die harmlosen Riesen kamen zum anfassen nahe heran und zeigten keinerlei Aengste. Teilweise hatten wir das Gefuehl, sie tanzten foermlich schwere los im Wasser. Ein Naturschauspiel sonders gleichen und absolut empfehlenswert. Bei so einem Tauchgang moechte man am liebsten seine Flasche bis aufs letzte aufbrauchen, um moeglichst lange zuschauen zu koennen. Aber nach fast einer Stunde war Schluss. Dann gings mit dem Boot zum zweiten Tauchspot. Es erwartete uns ein tolles Riff, allerdings mit einer unglaublich heftigen Stroemung. Wir mussten uns zeitweise am Boden fest klammern. Wir fuehlten uns als wuerden wir in einem Fluss tauchen. Ist auch mal was neues, hat uns aber nicht ganz so gut gefallen. Naja alles in allem ein super Tauchtag.
Nach dem Tauchen pausierten wir noch zwei Tage und organisierten unseren weiteren Trip. Fuer uns gehts noch schnell fuer ein paar Tage nach Singapur bevor wir Sebastian und dann auch seine Freundin Serena in Kuala Lumpur wieder treffen werden um mit ihnen gemeinsam nach Sumatra zu reisen. Tja die Welt ist klein...
Schon fuer den naechsten Morgen hatten wir ein Boot organisiert, dass uns zusammen mit drei weiteren busgeplagten Travellern nach Rinca, der naechst gelegenen Insel mit der groessten Population an Komodowaranen, bringen sollte. Trotz der Reservierung war die ganze Sache sehr unsicher, da bereits am Vorabend eine offizielle Sturmwarnung raus gegeben wurde, die fuer ueber eine Woche gelten sollte. Deswegen waren wir umso erfreuter, dass unser Trip nach Rinca planmaessig starten konnte. Das Wetter lies uns nicht haengen und so konnten wir uns auf der Insel alle Zeit der Welt nehmen und waehrend einer zweistuendigen, gefuehrten Wanderung die Tierwelt des Komodo Nationalparks erkunden. Dabei begegneten uns natuerlich viele der bis zu drei Meter lange Komodowarane, die hier Haustuer an Haustuer mit den wenigen Bewohnern eines kleinen Dorfes leben. Dabei kommt es immer wieder zu lebensbedrohlichen Zwischenfaellen die oeffter toedlich enden. Deshalb ist Vorsicht geboten. Die Tiere wirken meist uninteressiert und traege, koennen aber auf kurze Distanz sehr schnell werden und mehrere Meter weit springen. Unser Guide hatte ein sehr gutes Auge fuer diese Tiere und rein zur Vorsicht einen laengeren Stab zur Verteidigung dabei. Auf dem Weg durch Wald und Wiesen begegneten uns ausserdem Affen und sogar Wasserbueffel die beide gleichermassen auf der Nahrungsliste der Komodowarane stehen. Im Falle des Bueffels, beisst der Komodowaran einfach zu und verfolgt das gebissene Tier ueber mehrere Tage, bis der gefaehrliche Bakterienmix, der beim Biss uebertragen wurde, den Bueffel dahin gerafft hat. Der Affe hingegen wird gleich gefressen. Auf dem Weg zurueck zum Boot hab ich noch eine kleine schlafende Schlange in einem Baum entdeckt.
Waehrend der Rueckfahrt wurden die Wellen bereits etwas hoeher und wir legten vor einer Insel zum Schnorchel an. Nach ueber drei Jahren Suche in fast allen Meeren dieser Welt habe ich dort meinen ersten echten Steinfisch gefunden. Juhu!! Im knietiefen Wasser habe ich ihn sofort erspaeht. Ganz stolz praesentierte ich die Bilder auf unserem Boot die bei den anderen jedoch keine uebermaessige Begeisterung ausloesten. Naja mich hats auf alle Faelle gefreut und zumindest der Tauchguide in einem der Tauchbasen, dem ich meine Bilder ebenfalls zeigte, teilte meine Begeisterung.
Als wir wieder in Labuan Bajo ankamen hatten sich bereits schwere Wolken gebildet. Noch am selben Abend begann es wie aus Eimern zu regnen.Wir versuchten fuer die naechsten Tage einen Tauchgang zu organisieren aber auf Grund des anhaltend schlechten Wetters war das nicht moeglich. Kein Boot durfte mehr den Hafen verlassen und auch die Boote von den Gilis mussten ihre Reisen abbrechen. Gut, dass wir den Bus genommen hatten und es gerade noch rechtzeitig geschafft haben die Warane zu besichtigen. Trotzdem war das mit dem Tauchen fuer uns sehr schade. Wir wollten hier nicht mehr Zeit als unbedingt noetig verbringen und deshalb verliessen wir Flores bereits am dritten Morgen wieder und zwar diesmal mit dem Flugzeug zurueck nach Bali.
Wieder in Bali angekommen sollte es eigentlich gleich weiter nach Singapur gehn, wenn mir da nicht in meinem E-Mail Postfach eine Nachricht von meinem Bruder Sebastian aufgefallen waere, der bereits in Bali gelandet war und in Sanur in einem Hotel ein einwoechiges Seminar besuchte. Wir hatten noch ein paar Tage Spielraum und so beschlossen wir nochmal drei Tage Bali zwischen zuschieben. Mein Bruder viel aus allen Wolken als wir ploetzlich an seiner Zimmertuer klopften. Die darauf folgenden Tage hatte er viel Arbeit mit seinem Seminar aber trotzdem konnten wir jeden Abend mehrere Stunden gemeinsam verbringen. Dabei liesen wir uns den traditionellen Tanz der Balineser natuerlich nicht entgehn. Kulinarisch verwoehnten wir uns auf dem Sanur Nacht Markt, der allerlei, ueberwiegend frittierte Leckereien zu bieten hatte.
Nun holten wir auch die entgangenen Komodotauchgaenge nach und zwar am Manta Point vor Lembogan Island, etwa eine Bootsstunde vor der Kueste von Sanur. Das Wetter passte, die Wellen waren okay und die Mantas waren zahlreich und riesig. Auf gerade mal zehn Meter tiefe waren wir zeitweise von bis zu zehn der ueber vier Meter breiten Tieren umgeben. Die harmlosen Riesen kamen zum anfassen nahe heran und zeigten keinerlei Aengste. Teilweise hatten wir das Gefuehl, sie tanzten foermlich schwere los im Wasser. Ein Naturschauspiel sonders gleichen und absolut empfehlenswert. Bei so einem Tauchgang moechte man am liebsten seine Flasche bis aufs letzte aufbrauchen, um moeglichst lange zuschauen zu koennen. Aber nach fast einer Stunde war Schluss. Dann gings mit dem Boot zum zweiten Tauchspot. Es erwartete uns ein tolles Riff, allerdings mit einer unglaublich heftigen Stroemung. Wir mussten uns zeitweise am Boden fest klammern. Wir fuehlten uns als wuerden wir in einem Fluss tauchen. Ist auch mal was neues, hat uns aber nicht ganz so gut gefallen. Naja alles in allem ein super Tauchtag.
Nach dem Tauchen pausierten wir noch zwei Tage und organisierten unseren weiteren Trip. Fuer uns gehts noch schnell fuer ein paar Tage nach Singapur bevor wir Sebastian und dann auch seine Freundin Serena in Kuala Lumpur wieder treffen werden um mit ihnen gemeinsam nach Sumatra zu reisen. Tja die Welt ist klein...
Montag, 18. Januar 2010
Indonesien - Gili Islands
Zusammen mit Moni und Martin hatten wir also beschlossen, die restlichen unserer gemeinsamen Tage auf den Gili Islands zu verbringen. Die Inselgruppe, bestehend aus Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air, liegt nur wenige Kilometer vor Lomboks Nord-Westkueste und ist fuer seine schoenen Straende, die tolle Unterwasserwelt und vor allem durch die sehr entspannte Lebensweise seiner Einwohner bekannt. Mit dem Schnellboot dauert die Ueberfahrt von Padang Bai nur knapp ueber eine Stunde aber rein biologisch liegen dazwischen Welten.
Genau zwischen Bali und Lombok verlaeuft die Wallace Line. Benannt nach dem englischen Naturforscher Alfred Russel Wallace, der zu Zeiten seines Landsmanns Charles Darwin die Artenvielfalt der indonesischen Inseln erforschte. Dabei entdeckte er grundlegende Differenzen in Flora und Fauna zwischen Bali und Lombok. Er gilt als Entdecker der Übergangszone zwischen der asiatischen und der australischen Flora und Fauna. Das ganze Gebiet um diese Linie, die auch Borneo und Sulawesi trennt, wird auch Wallacea genannt und gilt als eines der artenreichsten Gebiet der Welt. Man findet in dieser Gegend sowohl auf dem Land als auch im Meer viele endemische Arten.
Wir haben von der Ueberquerung der Wallace Line eigentlich nichts mitbekommen. Fuer einen Leihen hat sich in Flora und Fauna auch nichts geaendert. Die Straende der Gilis sind einsamer und schoener geworden, es gibt weder Autos noch Motorraeder aber alle dem rechne ich keine all zu grosse biologische Bedeutung an. Wir entschieden uns vor Ort direkt auf Gili Trawangan, der groessten und entwickelsten Insel zu bleiben. Mit 2500 auf 1500 Metern faellt es mir hier schon fast schwer von Groesse zu sprechen. Trotzdem waren wir schwer beladen und da kam ein Pferdekarren gerade recht, der uns ueber sandige Wege von Unterkunft zu Unterkunft brachte bis wir uns schliesslich fuer zwei gepflegte, neue Bungalows in einem dafuer weniger schoenen Hinterhof entschieden haben. Wir hatten keine Klimaanlage und der Ventilator funktionierte wegen der staendigen Stromausfaelle auch nur bedingt. Dafuer hatten wir den schoensten Strand der Insel direkt vor der Tuer. Die Korallen reichten bis zum Ufer, waren aber in der Vergangenheit durch Dynamitfischen schwer beschaedigt worden und befinden sich deshalb gerade im Wiederaufbau. Nichts desto weniger Trotz kann ich guten Gewissens von tollen Schnorchelbedingungen sprechen und auch mir gingen wieder einmal mehrere bislang ungesehene Motive auf den virtuellen Leim meiner Kamera. Ein Ausflug nach Gili Air verbesserte unsere Schnorchelerlebnisse nochmals. Auch Moni und Martin schienen von der Unterwasserwelt begeistert zu sein und versuchten sich aeusserst erfolgreich in der Schnorchelei.
Ansonsten stand Muschel suchen, Kokosnuss oeffnen, einfaches Ruhen waehrend des taeglichen vier Uhr Regens und natuerlich unzaehlige Unterhaltungen auf der Tagesordnung. Abends wurden heiss umkaempfte Kanasterduelle zwischen Maennern und Frauen ausgefochten.
Nach fuenf gemeinsamen Tagen Inselleben und ueber einer Woche Bali mussten wir uns leider schon wieder verabschieden. Die Zeit war gerade zu verflogen. Trotzdem hatten wir viel Spass und waren sehr froh ein paar alte Gesichter zu sehn.
„Schoen dass ihr den langen Weg auf euch genommen habt um mit uns zu reisen.“
Gleich nach dem Abschied verdraengten wir unsere Trauer mit einem Tauchgang. Wir wollten auf den Gilis noch schnell unsere Tauchfaehigkeiten verbessern, bevor es weiter nach Komodo gehen sollte. Denn Komodo gilt als sehr anspruchsvolles Tauchgebiet mit unberechenbaren, starken Stroemungen. Also machten wir einen Navigationskurs und einen Stroemungskurs und konnten dabei natuerlich auch gleich noch vor den Gilis tauchen. Die Tauchgaenge waren ganz gut, aber auch nicht wirklich besonders, erfuellten jedoch ihren Zweck. Nun aber auf nach Komodo...
Genau zwischen Bali und Lombok verlaeuft die Wallace Line. Benannt nach dem englischen Naturforscher Alfred Russel Wallace, der zu Zeiten seines Landsmanns Charles Darwin die Artenvielfalt der indonesischen Inseln erforschte. Dabei entdeckte er grundlegende Differenzen in Flora und Fauna zwischen Bali und Lombok. Er gilt als Entdecker der Übergangszone zwischen der asiatischen und der australischen Flora und Fauna. Das ganze Gebiet um diese Linie, die auch Borneo und Sulawesi trennt, wird auch Wallacea genannt und gilt als eines der artenreichsten Gebiet der Welt. Man findet in dieser Gegend sowohl auf dem Land als auch im Meer viele endemische Arten.
Wir haben von der Ueberquerung der Wallace Line eigentlich nichts mitbekommen. Fuer einen Leihen hat sich in Flora und Fauna auch nichts geaendert. Die Straende der Gilis sind einsamer und schoener geworden, es gibt weder Autos noch Motorraeder aber alle dem rechne ich keine all zu grosse biologische Bedeutung an. Wir entschieden uns vor Ort direkt auf Gili Trawangan, der groessten und entwickelsten Insel zu bleiben. Mit 2500 auf 1500 Metern faellt es mir hier schon fast schwer von Groesse zu sprechen. Trotzdem waren wir schwer beladen und da kam ein Pferdekarren gerade recht, der uns ueber sandige Wege von Unterkunft zu Unterkunft brachte bis wir uns schliesslich fuer zwei gepflegte, neue Bungalows in einem dafuer weniger schoenen Hinterhof entschieden haben. Wir hatten keine Klimaanlage und der Ventilator funktionierte wegen der staendigen Stromausfaelle auch nur bedingt. Dafuer hatten wir den schoensten Strand der Insel direkt vor der Tuer. Die Korallen reichten bis zum Ufer, waren aber in der Vergangenheit durch Dynamitfischen schwer beschaedigt worden und befinden sich deshalb gerade im Wiederaufbau. Nichts desto weniger Trotz kann ich guten Gewissens von tollen Schnorchelbedingungen sprechen und auch mir gingen wieder einmal mehrere bislang ungesehene Motive auf den virtuellen Leim meiner Kamera. Ein Ausflug nach Gili Air verbesserte unsere Schnorchelerlebnisse nochmals. Auch Moni und Martin schienen von der Unterwasserwelt begeistert zu sein und versuchten sich aeusserst erfolgreich in der Schnorchelei.
Ansonsten stand Muschel suchen, Kokosnuss oeffnen, einfaches Ruhen waehrend des taeglichen vier Uhr Regens und natuerlich unzaehlige Unterhaltungen auf der Tagesordnung. Abends wurden heiss umkaempfte Kanasterduelle zwischen Maennern und Frauen ausgefochten.
Nach fuenf gemeinsamen Tagen Inselleben und ueber einer Woche Bali mussten wir uns leider schon wieder verabschieden. Die Zeit war gerade zu verflogen. Trotzdem hatten wir viel Spass und waren sehr froh ein paar alte Gesichter zu sehn.
„Schoen dass ihr den langen Weg auf euch genommen habt um mit uns zu reisen.“
Gleich nach dem Abschied verdraengten wir unsere Trauer mit einem Tauchgang. Wir wollten auf den Gilis noch schnell unsere Tauchfaehigkeiten verbessern, bevor es weiter nach Komodo gehen sollte. Denn Komodo gilt als sehr anspruchsvolles Tauchgebiet mit unberechenbaren, starken Stroemungen. Also machten wir einen Navigationskurs und einen Stroemungskurs und konnten dabei natuerlich auch gleich noch vor den Gilis tauchen. Die Tauchgaenge waren ganz gut, aber auch nicht wirklich besonders, erfuellten jedoch ihren Zweck. Nun aber auf nach Komodo...
Montag, 11. Januar 2010
Indonesien - Bali
Von Darwin nach Bali war es nur ein Katzensprung zumindest fuer unsere Verhaeltnisse. Der Flug verlief reibungslos und so trafen wir puenktlich am spaeten Abend in Denpasar ein. Da wir bereits in zwei Tagen hohen Besuch aus Deutschland erwarteten, naemlich Sonjas beste Freundin Moni mit ihrem Freund Martin, brachen wir schon jetzt in Richtung Sanur auf um die Umgebung zu erkunden. Die M&Ms hatten dort bereits ein Hotel ueber Silvester fuer uns alle reserviert und so konnten wir waehrend unserer zwei Brueckentage schon mal wertvolle Informationen ueber das kleinere Staedtchen an der Ostkueste sammeln. Am naechsten Morgen, bei Tageslicht wurde uns erst richtig bewusst, dass wir ueber Nacht in eine voellig neue und fremde Kultur gestossen waren. Motorraeder und Roller bis zum abwinken, tropisches Klima, eine ganz andere Mentalitaet, Verzierungen und kleine Tempel soweit das Auge reicht und dazu fremde Gerueche. Beim ersten Geldautomaten wurden wir gleich zu Millionaeren und alles ist eine ganze Ecke billiger. Wir brauchten etwas um uns neu zu sortieren und liessen Bali deshalb erstmal ganz langsam angehen.
Sonja und ich waren schon ganz aufgeregt und konnten es kaum erwarten unsere Freunde am Flughafen zu empfangen. Schliesslich war es dann soweit und nach fast acht Monaten war die Freude dementsprechend gross. Alles ging etwas schneller als gedacht. Raus aus dem Flughafen, rein ins Taxi und schon waren wir in Sanur. Dann erstmal raus aus den Winterklamotten, natuerlich nur unser Besuch, und gleich zusammen Richtung Strand. Es gab wahnsinnig viel zu erzaehlen und so verstrich der Nachmittag und Abend auf unserem Balkon wie im Flug.
Den ersten Trip nach Ubud legten wir direkt auf Silvester. Mit einem leicht komischen Gefuehl in meinem Magen ging es am fruehen Morgen los. Eigentlich sollte es ein Halbtagestrip werden aber daraus wurde nichts. Nach knapp einer Stunde beschwerte sich mein Magen so stark, dass wir gezwungen waren den Heimweg anzutreten. Um den anderen den Trip nicht zu vermiesen trennten sich unsere Wege bis zum Nachmittag. Sonja begleitete mich natuerlich und ich kam "just in time" in der Toilette unseres Hotelzimmers an. Ob sitzen oder davor knien war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz klar. Aufgrund der anhaltenden Beschwerden beschlossen wir einen Arzt zu Rate zu ziehen, der eine Magendarmerkrankung feststellte. Diese brillante Diagnose war geradezu verblueffend. Jedoch schlug das Antibiotikum, dass er mir verschrieben hatte relativ schnell an und die Beschwerden liessen noch am gleichen Abend nach. Da haette ich das Steak doch lieber gut durch essen sollen. Silvester in Bali im Bett klingt auch irgendwie unattraktiv. Naja zu grossen Spruengen war ich noch nicht bereit und deshalb wurde es dann eine vier Mann Balkonparty.
Der Neujahrstag war natuerlich ein Ruhetag und das kam mir gelegen. Am Zweiten startete unser naechster Trip mitten ins Zentrum von Bali. Der Weg fuehrte uns durch malerische Landschaften gepraegt durch zahlreichen Reisterassen und hinduistische Tempel am Strassenrand. Wir besichtigten die Tempelanlage Pura Taman Ayun und die Tempel von Pura Luhur Batukau am Fusse des zweithoechsten Vulkans Gunung Batukau. Beim Letzteren mussten wir vor dem Betreten der Anlage einen traditionellen Sarong, ein Tuch das wie ein Rock getragen wird, umlegen. Ausserdem wanderten wir durch den Regenwald zu einem Wasserfall und statteten den zahlreichen Affen am Strassenrand einen Besuch ab. Wir hatten wirkliches Glueck mit unserem Taxifahrer Made, da dieser zum einen fliessend Englisch sprach und zum anderen die Insel bis ins Detail, sowohl geografisch und historisch als auch kulturell zu kennen schien und dieses Wissen auch gerne teilte. Wir quetschten ihn foermlich aus waehrend er uns das echte Bali, abseits der Hauptstrassen und jenseits von Neckermann und Co. Reisebussen, zeigte. Nach ueber neun Stunden kamen wir erschlagen von neuen Eindruecken und total erschoepft in unserem Hotel an. Interessant ist, dass trotz der ueberwiegend muslimischen Bevoelkerung Indonesiens, Bali hauptsaechlich hinduistisch ist. So hat hier jedes Haus einen eigenen Tempel an dem mehrmals taeglich gebetet wird und Opfergaben in Form von Blueten und Essen da gebracht werden. Anhand der Groesse des Tempels kann man den Wohlstand der Eigentuemer erkennen. Aehnlich wie bei uns die Autos :-) Jedes Dorf hat mindestens drei oeffentliche Tempel. Jeder einem anderen der drei Hauptgottheiten gewidmet. Hier gilt ueberall: "Wer Gutes tut dem wird auch Gutes widerfahren". Zumindest abseits der touristischen Hochburgen wird das auch so praktiziert. Ein Gesetz verbietet Nichtbalinesern den Erwerb von Grundstuecken und Immobilien. In meinen Augen eine gute Massnahme um Bali in seiner Schoenheit zu erhalten. Anders als in der Karibik gibt es hier keine Millionenvillen mit riesen Privatgrundstuecken und eigenem Strand. Zumindest nicht so offiziell. Ein anderes Gesetz verbietet den Bau von grossen Haeusern. Masstab fuer die maximale Hoehe ist eine Palme also maximal ca. 30m. Auch das durchaus sinnvoll um Betonbunkerhotels am Strand zu vermeiden.
Am naechsten Tag wollten wir etwas den Strand geniessen und beschlossen die bekannte Blue Lagoon bei Padang Bay, etwa eine Stunde noerdlich von Sanur zu erkunden. Schnorcheln war hier wegen den grossen Wellen nur bedingt moeglich. Aber dafuer gibt es von hier aus eine taegliche Schnellbootverbindung zu den Gili Islands die wir schon zwei Tage spaeter nutzen sollten...
Sonja und ich waren schon ganz aufgeregt und konnten es kaum erwarten unsere Freunde am Flughafen zu empfangen. Schliesslich war es dann soweit und nach fast acht Monaten war die Freude dementsprechend gross. Alles ging etwas schneller als gedacht. Raus aus dem Flughafen, rein ins Taxi und schon waren wir in Sanur. Dann erstmal raus aus den Winterklamotten, natuerlich nur unser Besuch, und gleich zusammen Richtung Strand. Es gab wahnsinnig viel zu erzaehlen und so verstrich der Nachmittag und Abend auf unserem Balkon wie im Flug.
Den ersten Trip nach Ubud legten wir direkt auf Silvester. Mit einem leicht komischen Gefuehl in meinem Magen ging es am fruehen Morgen los. Eigentlich sollte es ein Halbtagestrip werden aber daraus wurde nichts. Nach knapp einer Stunde beschwerte sich mein Magen so stark, dass wir gezwungen waren den Heimweg anzutreten. Um den anderen den Trip nicht zu vermiesen trennten sich unsere Wege bis zum Nachmittag. Sonja begleitete mich natuerlich und ich kam "just in time" in der Toilette unseres Hotelzimmers an. Ob sitzen oder davor knien war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz klar. Aufgrund der anhaltenden Beschwerden beschlossen wir einen Arzt zu Rate zu ziehen, der eine Magendarmerkrankung feststellte. Diese brillante Diagnose war geradezu verblueffend. Jedoch schlug das Antibiotikum, dass er mir verschrieben hatte relativ schnell an und die Beschwerden liessen noch am gleichen Abend nach. Da haette ich das Steak doch lieber gut durch essen sollen. Silvester in Bali im Bett klingt auch irgendwie unattraktiv. Naja zu grossen Spruengen war ich noch nicht bereit und deshalb wurde es dann eine vier Mann Balkonparty.
Der Neujahrstag war natuerlich ein Ruhetag und das kam mir gelegen. Am Zweiten startete unser naechster Trip mitten ins Zentrum von Bali. Der Weg fuehrte uns durch malerische Landschaften gepraegt durch zahlreichen Reisterassen und hinduistische Tempel am Strassenrand. Wir besichtigten die Tempelanlage Pura Taman Ayun und die Tempel von Pura Luhur Batukau am Fusse des zweithoechsten Vulkans Gunung Batukau. Beim Letzteren mussten wir vor dem Betreten der Anlage einen traditionellen Sarong, ein Tuch das wie ein Rock getragen wird, umlegen. Ausserdem wanderten wir durch den Regenwald zu einem Wasserfall und statteten den zahlreichen Affen am Strassenrand einen Besuch ab. Wir hatten wirkliches Glueck mit unserem Taxifahrer Made, da dieser zum einen fliessend Englisch sprach und zum anderen die Insel bis ins Detail, sowohl geografisch und historisch als auch kulturell zu kennen schien und dieses Wissen auch gerne teilte. Wir quetschten ihn foermlich aus waehrend er uns das echte Bali, abseits der Hauptstrassen und jenseits von Neckermann und Co. Reisebussen, zeigte. Nach ueber neun Stunden kamen wir erschlagen von neuen Eindruecken und total erschoepft in unserem Hotel an. Interessant ist, dass trotz der ueberwiegend muslimischen Bevoelkerung Indonesiens, Bali hauptsaechlich hinduistisch ist. So hat hier jedes Haus einen eigenen Tempel an dem mehrmals taeglich gebetet wird und Opfergaben in Form von Blueten und Essen da gebracht werden. Anhand der Groesse des Tempels kann man den Wohlstand der Eigentuemer erkennen. Aehnlich wie bei uns die Autos :-) Jedes Dorf hat mindestens drei oeffentliche Tempel. Jeder einem anderen der drei Hauptgottheiten gewidmet. Hier gilt ueberall: "Wer Gutes tut dem wird auch Gutes widerfahren". Zumindest abseits der touristischen Hochburgen wird das auch so praktiziert. Ein Gesetz verbietet Nichtbalinesern den Erwerb von Grundstuecken und Immobilien. In meinen Augen eine gute Massnahme um Bali in seiner Schoenheit zu erhalten. Anders als in der Karibik gibt es hier keine Millionenvillen mit riesen Privatgrundstuecken und eigenem Strand. Zumindest nicht so offiziell. Ein anderes Gesetz verbietet den Bau von grossen Haeusern. Masstab fuer die maximale Hoehe ist eine Palme also maximal ca. 30m. Auch das durchaus sinnvoll um Betonbunkerhotels am Strand zu vermeiden.
Am naechsten Tag wollten wir etwas den Strand geniessen und beschlossen die bekannte Blue Lagoon bei Padang Bay, etwa eine Stunde noerdlich von Sanur zu erkunden. Schnorcheln war hier wegen den grossen Wellen nur bedingt moeglich. Aber dafuer gibt es von hier aus eine taegliche Schnellbootverbindung zu den Gili Islands die wir schon zwei Tage spaeter nutzen sollten...
Australien - Sydney und Darwin
Nachdem Basti unser Auto uebernommen hatte, brachte er uns von der Zulassungsstelle wieder zurueck nach Kings Cross. Hier hatten wir bereits am Vortag ein Hostel reserviert in dem wir bis zu unserem Abflug bleiben sollten. Nach drei Monaten und ueber 13000km in einem Auto schaetzt man wieder die einfachsten Dinge. Gerade ein Badezimmer fehlte uns in dieser Zeit am meisten und war schon fast zum Luxus geworden. Die Duschen unseres Hostels waren ein Traum im Vergleich zu den sonst kalten oeffentlichen Strandduschen oder den Gemeinschaftsduschen der Autobahnraststaetten die wir uns mit den LKW Fahrern teilten. Gerade fuer Sonja war das Hostel eine starke Erleichterung, da die meisten solcher Rastplatzduschen ausschliesslich fuer Maenner gedacht waren und deshalb nur im aeussersten Notfall und mit groesserer Vorsicht von ihr mitbenutzt wurden.
Natuerlich hat so ein Hostel auch seine Schattenseiten. Mit einem vier Bett Zimmer kann man halt auch mal Pech haben und in diesem Fall war es genau so. Unsere zwei englischen Mitbewohnerinnen waren eher auf der Partyschiene und so bescherten sie uns die ein oder andere schlaflose Nacht. Aber man trifft natuerlich auch viele nette Leute. Wir verbrachten die meiste Zeit mit einem deutschen Paerchen, Lisa und Erik, die sich waehrend ihrer sechs monatigen Reise durch Neuseeland einen zweiwoechigen Urlaub in Sydney goennten. Teilweise noch mit Florian, einem dritten Deutschen der erst kuerzlich in Australien angekommen war und fuer ein Jahr bleiben will.
Mit Lisa und Erik feierten wir schliesslich auch Weihnachten am Strand von Coogee. Wir nutzten ein letztes mal den kostenlosen Gasgrill um unsere Kangaroo- und Rindersteaks zuzubereiten. Das war fuer uns unser erstes Kangaroosteak und wir waren sehr begeistert. Am Abend schauten wir noch zusammen einen Film auf dem Laptop an und dann war dieses aussergewoehnliche Weihnachten auch schon vorbei. Richtige Weihnachtsstimmung ist nicht aufgekommen, aber es war trotzdem schoen und fuer uns wieder einmal eine ganz neue Erfahrung.
Am darauf folgenden Tag verabschiedeten wir uns von allen. Nach vier stuendigem Flug erreichten wir am spaeten Abend Darwin und waren immer noch in Australien. Fuer die eine Nacht hier fanden wir auch schnell ein Hostel, da im Gegensatz zu Sydney hier gerade Low Season ist und wegen der Regenzeit fast alle Hostels leer waren.
Gleich am naechsten Morgen wollten wir alles sehen was es hier so zu sehen gibt. Also gleich mal in die Touristeninformation. Dort wurde uns das kostenlose Museum etwas ausserhalb der Stadt empfohlen. Ich erkundigte mich ausserdem wegen einer Statue von Charles Darwin. Und dann mussten wir auch schon in den Bus in Richtung Museum huepfen um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Als wir schliesslich am Museum ankamen, mussten wir leider feststellen, dass dieses am Boxing Day geschlossen hat. Wir aergerten uns etwas ueber die Fehlinformationen und beschlossen uns stattdessen den Botanischen Garten anzusehen. Naja da haetten wir uns schon etwas mehr erwartet, gerade weil diese Stadt den Namen des wohl bekanntesten Naturforschers ueberhaupt traegt. Aber es blieb ja noch die Statue. Die Dame in der Touristeninformation hatte uns den genauen Ort auf der Stadtkarte eingezeichnet und ich konnte es kaum erwarten neben Charles Darwin zu stehen. Doch auch hier wurden wir enttaeuscht. Wir suchten das ganze Areal ab und fragten uns von Einheimischen bis zu Hotelrezeptionen durch. Leider mussten wir schliesslich feststellen, das es in ganz Darwin keine einzige Charles Darwin Statue gibt. Irgendwie schon fasst lustig. Im Nachhinein haben wir dann erfahren, dass Charles Darwin wohl selbst nie dort war. Ein Besonders Lob an dieser Stelle an die freundliche Dame der Touristeninformation, die es immerhin geschafft hatte, uns den ganzen Tag zu beschaeftigen. Man koennte behaupten ein Tag waere mehr als genug Zeit um Darwin kennenzulernen.
Nun hiess es fuer uns Abschied zu nehmen, von Australien, einem Land, einem Kontinent und die Heimat unserer letzten drei Monate und damit einem viertel unserer Reise. Ohne Probleme haetten wir hier auch ein ganzes Jahr verbringen koennen. Und selbst dann haetten wir vorraussichtlich nicht alles gesehen. Fuer uns war das nur mal, um ein Gefuehl fuer Australien zu bekommen und wir koennen schon jetzt sagen, dass wir irgendwann nochmal hier her kommen wollen. Trotzdem koennen wir aber auch mit gutem Gewissen behaupten einiges gesehen zu haben und das reicht auch fuers erste. Australien ist wie eine eigene Welt. Sehr nahe an Europa aber doch wesentlich entspannter. Nach vier Monaten Karibik schaetzten wir die geregelten Verhaeltnisse. Es war wie eine Art Rast in fast bekannten Strukturen und Ablaeufen. Doch die letzten Wochen zogen sich etwas und fuer uns wurde es hoechste Zeit wieder mal die Tapeten zu wechseln. Die Akkus sind wieder voll. Wir sehnten uns schon gerade zu nach etwas neuem, etwas anderen und ungewohnten und vor allem nach etwas nicht ganz so westlichen. Deshalb verlassen wir Australien mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Als naechstes steht jetzt Indonesien auf unserem Programm und so gehts weiter nach Bali...
Natuerlich hat so ein Hostel auch seine Schattenseiten. Mit einem vier Bett Zimmer kann man halt auch mal Pech haben und in diesem Fall war es genau so. Unsere zwei englischen Mitbewohnerinnen waren eher auf der Partyschiene und so bescherten sie uns die ein oder andere schlaflose Nacht. Aber man trifft natuerlich auch viele nette Leute. Wir verbrachten die meiste Zeit mit einem deutschen Paerchen, Lisa und Erik, die sich waehrend ihrer sechs monatigen Reise durch Neuseeland einen zweiwoechigen Urlaub in Sydney goennten. Teilweise noch mit Florian, einem dritten Deutschen der erst kuerzlich in Australien angekommen war und fuer ein Jahr bleiben will.
Mit Lisa und Erik feierten wir schliesslich auch Weihnachten am Strand von Coogee. Wir nutzten ein letztes mal den kostenlosen Gasgrill um unsere Kangaroo- und Rindersteaks zuzubereiten. Das war fuer uns unser erstes Kangaroosteak und wir waren sehr begeistert. Am Abend schauten wir noch zusammen einen Film auf dem Laptop an und dann war dieses aussergewoehnliche Weihnachten auch schon vorbei. Richtige Weihnachtsstimmung ist nicht aufgekommen, aber es war trotzdem schoen und fuer uns wieder einmal eine ganz neue Erfahrung.
Am darauf folgenden Tag verabschiedeten wir uns von allen. Nach vier stuendigem Flug erreichten wir am spaeten Abend Darwin und waren immer noch in Australien. Fuer die eine Nacht hier fanden wir auch schnell ein Hostel, da im Gegensatz zu Sydney hier gerade Low Season ist und wegen der Regenzeit fast alle Hostels leer waren.
Gleich am naechsten Morgen wollten wir alles sehen was es hier so zu sehen gibt. Also gleich mal in die Touristeninformation. Dort wurde uns das kostenlose Museum etwas ausserhalb der Stadt empfohlen. Ich erkundigte mich ausserdem wegen einer Statue von Charles Darwin. Und dann mussten wir auch schon in den Bus in Richtung Museum huepfen um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Als wir schliesslich am Museum ankamen, mussten wir leider feststellen, dass dieses am Boxing Day geschlossen hat. Wir aergerten uns etwas ueber die Fehlinformationen und beschlossen uns stattdessen den Botanischen Garten anzusehen. Naja da haetten wir uns schon etwas mehr erwartet, gerade weil diese Stadt den Namen des wohl bekanntesten Naturforschers ueberhaupt traegt. Aber es blieb ja noch die Statue. Die Dame in der Touristeninformation hatte uns den genauen Ort auf der Stadtkarte eingezeichnet und ich konnte es kaum erwarten neben Charles Darwin zu stehen. Doch auch hier wurden wir enttaeuscht. Wir suchten das ganze Areal ab und fragten uns von Einheimischen bis zu Hotelrezeptionen durch. Leider mussten wir schliesslich feststellen, das es in ganz Darwin keine einzige Charles Darwin Statue gibt. Irgendwie schon fasst lustig. Im Nachhinein haben wir dann erfahren, dass Charles Darwin wohl selbst nie dort war. Ein Besonders Lob an dieser Stelle an die freundliche Dame der Touristeninformation, die es immerhin geschafft hatte, uns den ganzen Tag zu beschaeftigen. Man koennte behaupten ein Tag waere mehr als genug Zeit um Darwin kennenzulernen.
Nun hiess es fuer uns Abschied zu nehmen, von Australien, einem Land, einem Kontinent und die Heimat unserer letzten drei Monate und damit einem viertel unserer Reise. Ohne Probleme haetten wir hier auch ein ganzes Jahr verbringen koennen. Und selbst dann haetten wir vorraussichtlich nicht alles gesehen. Fuer uns war das nur mal, um ein Gefuehl fuer Australien zu bekommen und wir koennen schon jetzt sagen, dass wir irgendwann nochmal hier her kommen wollen. Trotzdem koennen wir aber auch mit gutem Gewissen behaupten einiges gesehen zu haben und das reicht auch fuers erste. Australien ist wie eine eigene Welt. Sehr nahe an Europa aber doch wesentlich entspannter. Nach vier Monaten Karibik schaetzten wir die geregelten Verhaeltnisse. Es war wie eine Art Rast in fast bekannten Strukturen und Ablaeufen. Doch die letzten Wochen zogen sich etwas und fuer uns wurde es hoechste Zeit wieder mal die Tapeten zu wechseln. Die Akkus sind wieder voll. Wir sehnten uns schon gerade zu nach etwas neuem, etwas anderen und ungewohnten und vor allem nach etwas nicht ganz so westlichen. Deshalb verlassen wir Australien mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Als naechstes steht jetzt Indonesien auf unserem Programm und so gehts weiter nach Bali...
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Frohe Weihnachten!!!
Wir wuenschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage im Kreise eurer Familien. Ein guten Rutsch ins neue Jahr, ganz viel Glueck, Erfolg, Gesundheit und viele tolle Erlebnisse fuer 2010!
Samstag, 19. Dezember 2009
Australien - Bundaberg bis Sydney
Kurz nachdem wir Bundaberg verlassen hatten, haben wir Julia und Giang von der BP Crew zufaellig an einer Rastarea wieder getroffen. Schnell stand fest, dass wir zusammen Richtung Brisbane weiterreisen. Nun waren wir in guter Gesellschaft und fuehlten uns auch gleich weniger allein. Julia und Giang zeigten uns auf dem Weg die Kuestenstadt Noosa Heads, in der sie zuvor schon eine Woche verbracht hatten. Mit tollen Badestraenden, vielen Lagunen, schoenen Haeusern und einem Nationalpark, in dem wir wieder einmal auf einen Koala gestossen waren, ist die Stadt ein echtes Muss dieses Streckenabschnittes.
Als wir in Brisbane ankamen entschlossen wir kurzerhand auch noch die letzten drei Tage Australien fuer unsere neu gewonnenen Freunde mit ihnen zusammen zu verbringen und checkten auf dem Parkplatz ihres Hostels ein. So hatten wir einen legalen Stellplatz mitten in Brisbane und konnten auch die Einrichtungen des Hostels mit benutzen. Tagsueber gings zu Fuss durch die Innenstadt und abends wurde Kanaster gespielt. Die Abende konnten kaum lang genug sein und bei einheimischen Bier und dem guten Goon entstanden tolle Gespraeche.
Nach fast einer Woche trennten sich leider unsere Wege wieder und fuer die beiden ging es weiter nach Vietnam. Mit Heulen und Zaehneknirschen brachten wir sie noch zum Flughafen und hoffen nun auf ein Wiedersehen in Deutschland.
Vom Flughafen sind wir direkt bis Surfers Paradise gefahren und am naechsten Tag weiter nach Byron Bay. Ein kurzer Abstecher ins Inland fuehrte uns nach Nimbin der Hippihochburg Australiens. Hier wird alles noch etwas lockerer gesehn als anderswo und man fuehlt sich fast zurueckversetzt in die 70er Jahre. Der naechste Halt war Coffs Harbour und wir entschieden uns wieder fuer den Caravanpark in dem wir schon zusammen mit Florian genaechtigt hatten. Dort bin ich beim Schnorcheln auf einen Teppichhai gestossen der natuerlich fotografiert werden musste.
Auf dem weiteren Weg nach Sydney hielten wir noch in "South West Rocks", "Forster" und "Newcastle". Am spektakulaersten war dabei noch die Schnorchelei, alles andere war einfach nichts mehr neues. Wir fuehlten uns auch als haetten wir eigentlich schon alles an der Ostkueste abgegrast und deshalb verbrachten wir die Tage gemuetlich am Strand ohne das Gefuehl zu haben etwas zu verpassen.
Dann trudelten wir endlich in Sydney ein und machten uns auch gleich an die Arbeit unser Auto zu verkaufen. Tagsueber standen wir mit dem Auto in der Victoria Street, im Herz von Kings Cross wo wir einst selbst auf Autosuche gewesen waren, und abends gings zum schlafen nach Maroubra Beach. Schnell bildete sich auch hier die Abendrunde der Autoverkaeufer. Morgens brachen alle fast zeitgleich nach Kings Cross auf um die besten Parkplaetze vor den Hosteleingaengen zu ergattern. Nach fast einer Woche hatten wir unser Auto verkauft. Der Abschied viel etwas schwer, aber Basti, der neue deutsche Besitzer, wird sicherlich gut auf unseren kleinen KIA achten und mit ihm tolle Abenteuer erleben.
Fuer uns heisst es jetzt noch eine Woche Sydney im Hostel, Weihnachten am Strand und dann ab nach Indonesien...
Als wir in Brisbane ankamen entschlossen wir kurzerhand auch noch die letzten drei Tage Australien fuer unsere neu gewonnenen Freunde mit ihnen zusammen zu verbringen und checkten auf dem Parkplatz ihres Hostels ein. So hatten wir einen legalen Stellplatz mitten in Brisbane und konnten auch die Einrichtungen des Hostels mit benutzen. Tagsueber gings zu Fuss durch die Innenstadt und abends wurde Kanaster gespielt. Die Abende konnten kaum lang genug sein und bei einheimischen Bier und dem guten Goon entstanden tolle Gespraeche.
Nach fast einer Woche trennten sich leider unsere Wege wieder und fuer die beiden ging es weiter nach Vietnam. Mit Heulen und Zaehneknirschen brachten wir sie noch zum Flughafen und hoffen nun auf ein Wiedersehen in Deutschland.
Vom Flughafen sind wir direkt bis Surfers Paradise gefahren und am naechsten Tag weiter nach Byron Bay. Ein kurzer Abstecher ins Inland fuehrte uns nach Nimbin der Hippihochburg Australiens. Hier wird alles noch etwas lockerer gesehn als anderswo und man fuehlt sich fast zurueckversetzt in die 70er Jahre. Der naechste Halt war Coffs Harbour und wir entschieden uns wieder fuer den Caravanpark in dem wir schon zusammen mit Florian genaechtigt hatten. Dort bin ich beim Schnorcheln auf einen Teppichhai gestossen der natuerlich fotografiert werden musste.
Auf dem weiteren Weg nach Sydney hielten wir noch in "South West Rocks", "Forster" und "Newcastle". Am spektakulaersten war dabei noch die Schnorchelei, alles andere war einfach nichts mehr neues. Wir fuehlten uns auch als haetten wir eigentlich schon alles an der Ostkueste abgegrast und deshalb verbrachten wir die Tage gemuetlich am Strand ohne das Gefuehl zu haben etwas zu verpassen.
Dann trudelten wir endlich in Sydney ein und machten uns auch gleich an die Arbeit unser Auto zu verkaufen. Tagsueber standen wir mit dem Auto in der Victoria Street, im Herz von Kings Cross wo wir einst selbst auf Autosuche gewesen waren, und abends gings zum schlafen nach Maroubra Beach. Schnell bildete sich auch hier die Abendrunde der Autoverkaeufer. Morgens brachen alle fast zeitgleich nach Kings Cross auf um die besten Parkplaetze vor den Hosteleingaengen zu ergattern. Nach fast einer Woche hatten wir unser Auto verkauft. Der Abschied viel etwas schwer, aber Basti, der neue deutsche Besitzer, wird sicherlich gut auf unseren kleinen KIA achten und mit ihm tolle Abenteuer erleben.
Fuer uns heisst es jetzt noch eine Woche Sydney im Hostel, Weihnachten am Strand und dann ab nach Indonesien...
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